Entwicklung eines Bioenergieausbauprogrammes

Entwicklung eines Bioenergieausbauprogrammes Steiermark

Ressourcen, Abstimmung, Potenzial und Nutzung

 

Die Steiermark hatte seit den ersten Pilotprojekten für Biomasse-Nah- und Fernwärme zu Anfang der 80er Jahre große Erfolge mit dem Einsatz von Biomasse für den Wärmemarkt (Biomasse-Fernwärme, Mikronetze, Einzelanlagen) zu verzeichnen. Diese Entwicklung kann aber nicht unbegrenzt fortgesetzt werden, ohne den Energiebedarf einzudämmen und bessere organisatorische und logistische Voraussetzungen zu schaffen, die dem erhöhten Ressourcenbedarf gerecht werden.

Zudem ist auf die Wertschöpfungskette zu achten, um den Rohstoff Biomasse bestmöglich zu nutzen - stofflich wie auch energetisch. Nur auf Basis der daraus entwickelten Bereitstellung der notwendigen biogenen Rohstoffe, aber auch unter Berücksichtigung der Konsequenzen eines forcierten Ausbaues auf den Biomassemarkt hinsichtlich seiner Kosten- und Preisstrukturen und der Wechselwirkung mit der Industrie, insbesondere der Holz-, Papier- und Zellstoffindustrie, kann eine umfassende Offensive zur Biomassenutzung über einen längeren Zeitraum - nachhaltig - gestaltet werden. Einen Anhaltspunkt zur Verfügbarkeit von Biomasse-Ressourcen bietet die Arbeit von C. Metschina (2012) über den Biomassebedarf, aus der eine Erhöhung um etwa 0,6 Mio Srm bis 2020 abzulesen ist (Heizwerke und Kraft-Wärme-Kopplung), die durch vorhandene Ressourcen abdeckbar ist. Der Ausbau der Biomasse-Fernwärme ist unter Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung angeführt.