Aktionsplan Windenergie

Sachprogramm Windenergie

 

Die bereits 2010 eingeleitete Initiative der für die Raumordnung zuständigen ehemaligen Abteilung 16 zur Erstellung eines Regionalprogrammes für die Windenergienutzung führte über einen sehr intensiven, von einer Vielzahl unterschiedlichster FachexpertInnen begleiteten Prozess letztlich zur Ausweisung von besonderen Eignungszonen für die Windenergienutzung, aber auch zu einer umfassenden Darlegung der ökologischen und sonstigen Rahmenbedingungen, unter denen eine Windkraftnutzung als nicht zielführend angesehen wird.
Etwa zwei Prozent der Landesfläche der Steiermark kommen nach Abschluss dieser Überlegungen als Windeignungsflächen in Frage, für die man davon ausgehen kann, dass im Falle eines konkreten Genehmigungsverfahrens bei Einhaltung der vorgeschriebenen behördlichen Auflagen die Errichtung einer Windkraftanlage oder eines Windenergieparks möglich ist.

Über diese als grundsätzlich geeignet ausgewiesenen Flächen hinaus wurden Abwägungsflächen definiert, in welchen die auch bisher üblichen Genehmigungsverfahren durchgeführt werden können und zumindest vorausgesetzt werden kann, dass nicht a priori gewichtige Argumente gegen eine Windkraftnutzung sprechen. Die damit zumindest theoretisch ermöglichte Windkraftnutzung entspricht etwa einer Leistung von 300 MW. Es besteht die Übereinkunft, das nunmehr als Verordnung vorliegende Sachprogramm im Abstand von jeweils fünf Jahren zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen.

Inwieweit die genannten 300 MW Leistung, bei rund 2.000 Volllaststunden somit etwa 600 GWh, die etwa 3 Prozent des steirischen Strombedarfs im Jahr 2012 entsprechen, ausgeschöpft werden, obliegt den KonsenswerberInnen und kann - insbesondere hinsichtlich der zeitlichen Abwicklung - nicht vorausgesagt werden. Wünschenswert wäre, dass der Beitrag von Windenergie zur gesamten in der Steiermark benötigten Menge an Strom langfristig zumindest 4 Prozent beträgt.