Zielsetzung

Zielsetzung

 

Die Versorgung mit Energie zählt zu den wichtigsten Voraussetzungen für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft. Die global wachsenden Herausforderungen der Energieversorgung und der dramatische Klimawandel betreffen auch Europa, wobei gerade Österreich (und die Steiermark) zusätzlich eine hohe Importquote von fossilen Energieträgern - 2013 waren es lt. Energiebericht 71% Prozent des Energiebedarfs! - aufweist und im besonderen Maße abhängig ist. Die Situation wird zusätzlich erschwert durch die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise.

Im europäischen Parlament hatten sich Anfang 2014 zwei Ausschüsse der Volksvertretung für drei verbindliche Klimaziele für das Jahr 2030 ausgesprochen, im Juli präsentierte Energiekommissar Öttinger folgenden Vorschlag: 40 Prozent für die CO2-Reduktion, 27 Prozent für den Anteil an erneuerbaren Energien und 30 für die Verbesserung der Energieeffizienz (statt des 20-20-20-Zieles für das Jahr 2020).
Vergleichsjahr ist 1990. Viele EU-Staaten (wie Großbritannien und Polen) wollen beim Klimaschutz aber auf harte Pflichten verzichten. Der Kompromiss lautete schließlich 40 - 27 - 27.

Die Europäische Union insgesamt ist sich der zunehmend schwieriger werdenden Situation der Energiebereitstellung wie auch der aus Energieumwandlung resultierenden Belastung der Umwelt seit langem bewusst und hat deshalb im Rahmen der europäischen Energie- und Klimastrategie eine Reihe von Richtlinien als Grundlage für nationale Gesetze beschlossen, die zum Ziel haben, den Energiebedarf zu senken und verstärkt Energieträger einzusetzen, die ein höheres Maß an Unabhängigkeit als bisher, die Entlastung der Umwelt und eine leistbare Versorgung ermöglichen sollen; insbesondere die Richtlinien zur Erhöhung der Energieeffizienz (zuletzt 2012/27/EU), zur Verbesserung der Gebäudeenergie-effizienz (2010/31/EU) und zur Nutzung erneuerbarer Energien (2009/28/EG).

Die Steiermark hat bereits frühzeitig im Rahmen des ersten Landesenergieplanes 19841) der Bedeutung der Energieversorgung eines Bundeslandes Rechnung getragen und mit den Energieplänen 1995 und 2005 fortgeführt. Zentraler Gedanke der Energiestrategie 2025 war es, unter Bedachtnahme auf die Volkswirtschaft den Energieeinsatz zu reduzieren und den Restbedarf mit einem möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Energieträgern zu decken, unter gleichzeitiger Berücksichtigung der stofflichen Nutzung der Biomasse und Fragen der Infrastruktur und Innovation. Dies soll im Sinne der Vorgaben und energie- und klimapolitischen Zielen der Europäischen Union fortgesetzt werden.

Die in der Europäischen Union und in Österreich wie auch in der Steiermark gesteckten Ziele betreffend hoher Anteile an erneuerbarer Energie sind allerdings nur dann erreichbar, wenn der Energiebedarf insgesamt nicht weiter wächst, sondern reduziert wird. In allen Bereichen - Haushalten wie Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie etc. - helfen Energieeffizienzmaßnahmen die Energiekosten zu senken, damit die Wettbewerbsfähigkeit zu heben und in weiterer Folge Arbeitsplätze zu sichern. Dasselbe gilt für den Einsatz erneuerbarer Energieträger, welche die zunehmende Abhängigkeit der Steiermark reduzieren können - im Sinne einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und leistbaren Energieversorgung.