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Ausbau von Abwärmeprojekten

 

Jüngste Beispiele (VOEST in Donawitz, Böhler in Kapfenberg, SAPPI in Gratkorn) haben demonstriert, dass die Industrie verstärkt Interesse an einer Nutzung der Abwärme ihrer Betriebe zeigt, deren Potenzial bereits vor fast 20 Jahren im ersten steirischen Abwärmekataster aufgezeigt, aber bisher - wohl in erster Linie aufgrund des über viele Jahre niedrigen Preisniveaus von fossilen Energieträgern - nicht genutzt worden war. Es lag daher nahe, den Abwärmekataster zu aktualisieren und mit den betroffenen und interessierten Unternehmen sowie potenziellen WärmeabnehmerInnen Strate-gien zu entwickeln, wie der Einsatz der Abwärme optimal gestaltet werden kann.

Der fertiggestellte neue Abwärmekataster (TU Graz, Institut für Prozess- und Partikeltechnik) brachte das Ergebnis, dass die bereits erwähnten Beispiele insbesondere aus der Papier- und Zellstoffindustrie realisiert und Fernwärmenetze großflächig ausgebaut wurden; weitere Unternehmen sind aber vor allem in der Situation, dass sie Abwärme haben, jedoch die Abnehmerstruktur für eine Auskopplung nicht geeignet ist.

Im Abwärmekataster wurden nur einige wenige Standorte gefunden, die unter Umständen eine Abwärmeauskopplung in ein neu anzulegendes oder zu erweiterndes Fernwärmenetz ermöglichen, diese Standorte werden daraufhin auch untersucht. Das signifikant wirksame Potenzial beschränkt sich allerdings auf die großen Unternehmen, die bereits jetzt Abwärme auskoppeln.