Energieinfrastruktur, Raumordnung & Mobilität

Energieinfrastruktur und Energieversorgung im Krisenfall

 Das Thema Energieversorgungssicherheit ist von zentraler Bedeutung für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft, wobei insbesondere die leitungsgebundenen Energieversorgungen (Elektrische Energie, Erdgas, Erdöl, Fernwärme) Infrastrukturen von übergeordneter Bedeutung darstellen. Risiken für die Versorgungssicherheit können technischer, wirtschaftlicher, politischer und umwelttechnischer Natur sein. Die Gaskrisen Anfang 2007 (kurzzeitiger 30-prozentiger Ausfall der Lieferungen aus Russland) und insbesondere im Jänner 2009 (Totalausfall über mehrere Tage) haben erstmals die Notwendigkeit eines funktionierenden Krisenmanagements aufgezeigt.
Dass die Auswirkungen nicht spürbar wurden, ist dem gelungenen Krisenmanagement zu verdanken, allerdings aber auch dem Umstand, dass die vorangegangene beginnende - von der Finanzkrise induzierte - Wirtschaftskrise keine Vollproduktion erlaubt und damit den Energiebedarf der Industrie gesenkt hatte. Die Krise in der Ukraine hat mittlerweile auch in der Europäischen Union ein Umdenken bewirkt. Dies findet nicht zuletzt auch Ausdruck im verschärften Energieeffizienz-Ziel (30 statt 20 %).
In der Steiermark existiert derzeit kein Maßnahmenplan, wie im Falle einer länger dauernden Krise die Energieversorgung zu organisieren ist, soweit dies nicht im Kompetenzbereich des Bundes liegt. Im Rahmen dieser Maßnahme soll deshalb unter Einbindung der relevanten Interessensgruppen und unter Berücksichtigung der auf EU- und Bundesebene bestehenden Regulierungen eine umfassende Analyse für die Steiermark durchgeführt und darauf basierend ein entsprechendes Krisenmanagement bzw. ein Maßnahmenplan erarbeitet werden.