Krisenmanagement

Krisenmanagement der Strom- und Gasversorgung

 

Das Krisenmanagement der Strom- und Gasversorgung ist vorrangig Bundessache und wird zum Teil im Energielenkungsgesetz geregelt. Nach diesem Bundesgesetz können zur Abwendung einer unmittelbar drohenden Störung oder zur Behebung einer bereits eingetretenen Störung der Energieversorgung Österreichs unter bestimmten Bedingungen diverse Maßnahmen wie z. B. Verfügungs-, Zugriffs- und Beschlagnahmerechte für Energieträger, Vorschriften über die Produktion, den Transport, die Lagerung, die Verteilung, die Abgabe, den Bezug, die Beschränkung der Einfuhren und die Verpflichtung zu Ausfuhren für Energieträger oder Beschränkungen des Verkehrs ergriffen werden.

Im Falle der Gasversorgungskrise Anfang 2009 konnte der Nachweis einer funktionierenden Kooperation zwischen den Regierungsstellen, den befassten Behörden, den Gasversorgungsunternehmen und den betroffenen Unternehmen unter den geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen erbracht werden. Eine ernsthafte Stromversorgungskrise war bisher noch nicht zu verzeichnen.
Dennoch sollten auch auf Ebene der Länder präventiv Maßnahmen vorbereitet werden, die im Krisenfall wirksam werden können. Dies könnte z. B. in Form freiwilliger Vereinbarungen mit den Großverbrauchern erfolgen, die ein effektives Management zulassen.