Smart Metering

Smart Metering

 

Das dritte EU-Liberalisierungspaket sieht die flächendeckende Einführung intelligenter Zähler (Smart Meter) als ein wesentliches Instrument zur Steuerung des Elektrizitätsmarktes, aber auch zur Bewusstseinsbildung bei den KonsumentInnen vor.
Nach den Bestimmungen des Paketes müssen solche intelligenten Zähler in allen EU-Staaten bis 2020 für 80% der KonsumentInnen eingeführt sein.

Die Implementierung von Smart Meter stellt sowohl KonsumentInnen als auch die Energiebranche vor eine große logistische Herausforderung, man erhofft sich jedoch in weiterer Folge Vorteile für beide Seiten: Bedarfsseitig stehen vor allem Aspekte des Energiesparens und der Energieeffizienz im Vordergrund, wobei hier auch bedarfssteuernde Maßnahmen (z. B. Verlagerung des Betriebes von Elektrogeräten in Schwachlastzeiten) intensiv diskutiert werden. Hinzu kommt auf der Verbraucherseite die sehr stark in den Vordergrund drängende Thematik der Elektromobilität, wobei hier in Zukunft im großmaßstäblichen Einsatz ein wesentlicher Beitrag zur Steuerung der Netze und nicht zuletzt zur Stromspeicherung in den E-Autos geleistet werden kann. Aufbringungsseitig wird durch die intensivere Nutzung erneuerbarer Energien - welche zumeist nur dezentral nutzbar und dargebotsabhängig sind - ebenfalls eine deutlich stärkere Flexibilisierung der Stromnetze gefordert.