Modellregion E-Mobilität

Modellregion E-Mobilität

 

Mit der Entwicklung der Rohölpreise wurde die starke Abhängigkeit des Mobilitätsbereichs von fossilen Energieträgern einmal mehr evident (über 90 Prozent). Um die derart hohe Abhängigkeit zu reduzieren, müssen alternative Antriebskonzepte wie auch Energiequellen forciert werden. Neben Biotreibstoffen bietet hier vor allem der Bereich der Elektromobilität eine Zukunftsperspektive - Ausgangspunkt für die Modellregion Großraum Graz.

Diese Modellregion besteht seit dem Frühjahr 2011 und legt den Schwerpunkt auf intelligente systemische Lösungsansätze für urbane Mobilität. Ziel ist nicht so sehr die Anschaffung von Elektrofahr-zeugen, sondern insbesondere, das Gesamtverkehrssystem zu optimieren und Elektromobilität möglichst effizient in dieses System einzubinden.
Bisher war der Modal Split von Graz von einem Anteil an FahrradfahrerInnen von rund 16%, FußgängerInnen von rund 19% und 20% öffentlichem Verkehr geprägt. Dem Auto als individuellen Verkehrsmittel kommt immer noch die größte Bedeutung zu, trotz vieler Argumente, die dagegen sprechen wie die in der Regel kurzen Distanzen, die zurückzulegen sind, die Belastung der Umwelt, der Faktor Zeit durch häufige Staus etc.
Bis 2020 sollen unter anderem 15% aller PKW-Neuzulassungen in der Modellregion E-Autos sein und sich der Modal Split von derzeit 45% auf 37% Individualverkehr und 63% Umweltverbund verändern. Damit verbunden ist auch die Erprobung zukunftsweisender technologischer Konzepte, wozu insbesondere die Verknüpfung moderner IKT-Systeme mit dem Management der Fahrzeuge und Batterien zählen wie auch Systeme für die Abrechnung von Energie- und Leasingkosten und - langfristig - die Einbindung in intelligente Stromnetze - smart grids.