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Qualitätssicherung für Energieausweise

 

Mit der Umsetzung der ersten Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden wurden in Österreich in allen Bundesländern Energieausweise ausgestellt, deren Qualität zunächst zu einem großen Teil unzureichend war. Der wesentliche Grund dafür ist die österreichische Situation der „ex lege"-Befugnis, welche die Befugnis zum Ausstellen von Energieausweisen lediglich auf die jeweilige berufliche Grundlage bezieht (Gewerbeordnung, Ziviltechnikergesetz), unabhängig davon, ob die den Energieausweis ausstellende Person überhaupt die Ausbildung und Befähigung dazu hat, einen - durchaus komplexen - Energieausweis richtig zu berechnen und auszustellen. Dies wurde in einem anderen Kontext (mit der Klage gegen die Republik Österreich wegen der mangelhaften Umsetzung der EU-Richtlinie 2009/28/EG) bereits als nicht richtlinienkonform angeführt.

Das Land Steiermark hat aus diesem Grunde zahlreiche Ausbildungsmaßnahmen gesetzt, die umfassende Kontrolle von Energieausweisen im Rahmen der Wohnbauförderung eingeführt und richtet - in Umsetzung des Artikel 18 der EU Richtlinie 2010/31/EU - ein unabhängiges Kontrollsystem und eine dafür verantwortliche Stelle ein, welche die Aufgabe der Überprüfung von Energieausweisen übernehmen soll.
Die Einrichtung der Kontrollstelle ist bei der A15 vorgesehen, die grundsätzlichen gesetzlichen Bestimmungen dazu sind bereits beschlossen, die Ausführung ist in Vorbereitung und die vollständige Umsetzung startete mit 1.1.2015.