Heeaderbild Luftreinhalteprogramm

Luftreinhalteprogramm

 

Im Rahmen des steiermärkischen Luftreinhalteprogramms 2014 sollen in den kommenden Jahren diejenigen Maßnahmen des vorangegangenen Programms aus dem Jahr 2011, die ein hohes Potenzial für Emissionsminderungen sowie Bewusstseinsbildung aufwiesen, erweitern und adaptiert werden. Von den vier definierten Schwerpunkten des Bereichs Hausbrand und Energie ist einer - die „Reduktion des Energiebedarfs" - unmittelbar auch im Hinblick auf die Verringerung des Energieeinsatzes wirksam. Auch die Effekte der beiden anderen Maßnahmenbündel „Ausbau der Fernwärme", „Reduktion von Emissionen von Festbrennstoffheizungen" sowie „Umstellung auf luftschadstoffarme Energieträger" lassen eine Erhöhung der Gesamtenergieeffizienz und damit verbunden einen verringerten Energieverbrauch im Bereich Raumwärmeversorgung erwarten.

Ob sich die Erfolge der letzten drei Jahre bei den Fernwärme-Neuanschlüssen trotz der im vorangegangenen Kapitel beschriebenen Situation der Fernwärmeversorgung in Graz wiederholen lassen hängt ganz wesentlich davon ab, ob die Verunsicherung der Öffentlichkeit über eine zukünftige Wärmelieferung und die Preisentwicklung soweit wie möglich reduziert werden kann. Solange dies nicht gelingt wird in Graz die Förderung von Neuanschlüssen im bestehenden Fernwärmeversorgungsgebiet im Vordergrund stehen. Die Weiterführung der Förderung des Leitungsausbaus in Gebieten mit aus betriebswirtschaftlicher Sicht zu geringer Wärmedichte wird im Grazer Stadtgebiet und im Süden davon erst dann erfolgversprechend sein, wenn die Zweifel an einer gesicherten Wärmelieferung ausgeräumt sind.

Unabhängig davon wird in der Aktion „Umstellung auf luftschadstoffarme Energieträger" neben der Fortführung der Anschlussförderung für Erdgasheizungen ein Schwerpunkt auf die Förderung von Wärmepumpen inklusive umfangreicher Begleitmaßnahmen liegen. Ziel ist die Verringerung von Betriebszeiten von Festbrennstoff- und Ölkessel durch den Einsatz von mono- und bivalenten Wärmepumpen, wobei diese Maßnahme auch relevante Beiträge zur Reduktion des Energiebedarfs erwarten lässt.

Als weiterer Schwerpunkt sollen Beratungsmaßnahmen und Informationskampagnen in Verbindung mit einer attraktiven Förderung auch die Sanierung oder den Austausch von Heizungs- und Warmwasseranlagen sowie die thermischen Sanierung der Gebäudehülle initiieren. Die Beratungen sollen durch eine umfassende Betrachtung des Gesamtsystems von Gebäudehülle, Heiz- und Warmwasseranlage und Wärmeverteilung bzw. Lüftung die Maßnahmen-Kombinationen mit dem - aus Sicht der Investoren bzw. BürgerInnen - besten Nutzen-Kosten-Verhältnis unter Berücksichtigung möglicher Förderungen erarbeiten.

Im Bereich Verkehr sind ebenfalls Maßnahmen enthalten, die als positiven Zusatzeffekt eine Verringerung des Treibstoffverbrauchs bewirken: Hier sind insbesondere die Maßnahmen zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs (z.B. „Feinstaubticket") zu nennen; auch die Tempolimits gemäß Immissionsschutzgesetz Luft tragen zur Energieeinsatzreduktion bei.