20. Februar 2017
Erneuerbare Energie

E-Wirtschaft: Kleine Ökostromnovelle setzt notwendige Investitionsanreize

Stromverbrauch 2016 weiter gestiegen, Stromimporte erreichten 10,8 Prozent des Inlandsverbrauchs, Ausbau und Erhaltung österreichischer Erzeugung dringend erforderlich

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Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft begrüßt in einer ersten Stellungnahme den lange verzögerten Start der Begutachtung für die „kleine" Ökostromnovelle. Der Stromverbrauch in Österreich ist 2016 nach vorläufigen Zahlen erneut um 1,2 Prozent von 61,9 auf 67,3 Milliarden Kilowattstunden (1 Mrd. kWh = 1 TWh - Terawattstunde) gestiegen. „Damit ist der Stromverbrauch seit Beginn des Jahrzehnts um knapp ein Drittel gewachsen, wobei 2016 erneut 10,8 Prozent des Bedarfs importiert wurden", erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft.

Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des Ökostromausbaus. Schmidt: „Die Bundesregierung setzt mit der kleinen Ökostromnovelle, die heute in Begutachtung gegangen ist, einen ersten notwendigen Schritt. Dem müssen aber mit der Energie- und Klimastrategie und einer großen Ökostromnovelle weitere Schritte folgen." Ziel müsse es sein, den Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen im Inland zu beschleunigen ohne dass die Förderkosten unvertretbar hoch werden. Zusätzlich müssen auch die Themen Versorgungssicherheit und Investitionssicherheit beachtet werden. Oesterreichs Energie sieht in ihrer Stromstrategie Empowering Austria die Notwendigkeit eines Ausbaus der erneuerbaren Energien bis 2030 bis zu 20 TWh, zu gleichen Teilen aus Wasserkraft, Windenergie und Photovoltaik.

Dynamische Verbrauchsentwicklung zeigt steigende Bedeutung von Strom

Die Bedeutung von Strom für die Energieversorgung steigt und wird im Hinblick auf die Erfüllung der Klimaziele immer wichtiger. Seit dem Jahr 2000 ist der Stromverbrauch in Österreich um 32,7 Prozent gestiegen und diese Entwicklung wird sich noch verstärken, ist Schmidt überzeugt: „Strom wird in vielen Bereichen wie Mobilität oder Raumwärme fossile Energieträger ersetzen und gleichzeitig für große Effizienzgewinne im Energiesystem sorgen".

Strom-Gesetzesnovelle regelt auch Unterstützung für Kraft-Wärme-Kopplung

Wie die aktuelle Situation im Winter 2016/17 zeigt, ist auch die finanzielle Absicherung der hocheffizienten österreichischen thermischen Anlagen wichtig, die aktuell mit voller Kraft laufen. Schmidt: „Ohne eine Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie in Deutschland bereits existiert, wäre der Fortbestand dieser Anlagen in Gefahr." Laut Arbeitsprogramm der Regierung ist der Ministerratsbeschluss für die Ökostromnovelle für 17. März geplant.

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Quelle: Oesterreichs Energie / II 2017